Hier ein paar Auszüge aus den offiziellen
Badmintonregeln. Keine Sorge, wir machen keinen
Eingangstest! Aber die Zählregeln sind schon ganz
hilfreich.
Spielfeld
-
ist ein Rechteck und wird durch 40 mm breite Linien
(weiß oder gelb) angelegt.
- Netz ist 760 mm tief und wenigstens 6,10 m breit.
- Netzoberkante muss, vom Boden des Spielfeldes
gemessen, in der Mitte des Feldes eine Höhe von 1,524 m
und an den äußeren Begrenzungslinien des
Doppelspielfeldes eine Höhe von 1,55 m haben.
Halle
-
ist uneingeschränkt bespielbar, wenn sie eine lichte
Höhe von mindestens 9 m aufweist. Bei einer Hallenhöhe
von unter 5 Meter ist sie nicht bespielbar.
Federball für Turniere
-
muss 16 im Fuß befestigte Federn haben
- Federn müssen, gemessen von der Spitze bis zur
Oberkante der Basis, in jedem einzelnen Federball gleich
lang sein (zwischen 62 mm bis 70 mm)
- Spitzen der Federn müssen einen Kreis bilden mit einem
Durchmesser von 58 mm bis 68 mm
- Basis muss einen Durchmesser von 25 mm bis 28 mm haben
und unten abgerundet sein
- Federball muss zwischen 4,74 und 5,50 Gramm wiegen.
Federball für unser Training
-
mittlere Schnelligkeit (blau)
-
MAVIS 500 o.ä. ist empfehlenswert
Schläger
Achtet auf straffe Bespannung. Fabrikneue Schläger haben
meist schwächere Bespannungen, es lohnt sich, sie neu
bespannen zu lassen (z.B. bei Badminton-Geisler,
Hardenbergstraße). Lasst euch eine Garantie geben.
Wahl
-
gewählt wird über Seite oder Aufschlag
- Verlierer der Wahl hat sich dann für eine der noch
verbleibenden Möglichkeiten zu entscheiden
Punktsystem
-
Ein Spiel ist gewonnen, wenn eine Seite zwei Sätze
gewonnen hat
- Der dritte Satz wird nur ausgetragen, wenn jeder einen
Satz für sich entschieden hat
- im Herreneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und
Mixed gilt ein Satz als gewonnen von der Seite, die
zuerst 15 Punkte (im Dameneinzel 11 Punkte) erreicht hat
(Ausnahme: Satz bis 15 / DE 11 Punkte fortsetzen, also
den Satz nicht zu verlängern oder Den Satz bis 17 / DE
13 Punkte zu verlängern)
- die Seite, die zuerst die für die Möglichkeit einer
Verlängerung erforderliche Punktzahl erreicht hat, kann
beim Aufschließen des Gegners zum Gleichstand bei dieser
Punktzahl von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. (vor
dem nächsten Aufschlag, der dem Gleichstand folgt, von
der Seite geltend gemacht)
- Seite, die einen Satz gewinnt, führt im nächsten Satz
den ersten Aufschlag aus
- nur die aufschlagende Seite kann einen weiteren Punkt
zum bisherigen Punktstand erzielen
Wechsel der Spielfeldseiten
Die
Spieler wechseln die Spielfeldseiten:
Nach Beendigung des ersten Satzes
Vor Beginn des dritten Satzes (falls ein solcher
ausgetragen wird).
Im dritten Satz oder in einem Spiel mit einem Satz, wenn
die führende Seite folgenden Punktstand erreicht:
-6 in einem Spiel zu 11 Punkten
-8 in einem Spiel zu 15 Punkten
Aufschlag
Bei
einem korrekten Aufschlag:
- darf keine Seite die Ausführung des Aufschlages
unzulässig verzögern, sobald Aufschläger und
Rückschläger ihre jeweiligen Positionen eingenommen
haben (Verzögerung ist eine Zeitspanne von mehr als 5
Sekunden anzusehen)
- müssen Aufschläger und Rückschläger innerhalb der
diagonal gegenüberliegenden Aufschlagfelder stehen, ohne
die Begrenzungslinien dieser Aufschlagfelder zu
berühren.
- muss ein Teil beider Füße des Aufschlägers und des
Rückschlägers mit dem Spielfeldboden in Berührung
bleiben, vom Beginn des Aufschlages bis der Aufschlag
ausgeführt ist (Nachziehen des Fußes ist nicht
gestattet)
- muss der Schläger des Aufschlägers zuerst die Basis
(Kork) des Federballs berühren.
- muss sich der gesamte Federball unterhalb der Taille
des Aufschlägers befinden, im Moment der Berührung mit
dem Schläger des Aufschlägers.
- muss im Augenblick des Schlages der Schlägerkopf so in
eine Abwärtsrichtung zeigen, dass der gesamte
Schlägerkopf eindeutig unter der schlägerführenden Hand
ist
- muss nach dem Aufschlagbeginn der Schläger des
Aufschlägers weiter fortgesetzt vorwärts geführt werden,
bis der Aufschlag ausgeführt ist (beschreibt
ununterbrochene gleichmäßige oder beschleunigende (Swip-)
Bewegung)
- muss der Federball vom Schläger des Aufschlägers an
aufwärts über das Netz fliegen, um, sofern der Flug
nicht unterbrochen wird, im Aufschlagfeld des
Rückschlägers zu landen (auch auf bzw. innerhalb der
Begrenzungslinien).
es
ist ein Fehler, wenn ein Aufschläger beim Versuch, den
Aufschlag auszuführen, den Federball nicht trifft
Sobald die Spieler ihre Positionen eingenommen haben,
gilt die erste Vorwärtsbewegung des Schlägerkopfes des
Aufschlägers als Aufschlagbeginn.
Der Aufschläger darf mit dem Aufschlag nicht beginnen,
bevor der Rückschläger bereit ist, jedoch muss der
Rückschläger als bereit angesehen werden, wenn er
versucht, den Aufschlag zurückzuschlagen
(Selbst wenn die aufschlagende Seite aus taktischen
Gründen ein Spiel schnell gestalten will, darf der
Aufschlag nicht eher ausgeführt werden, bis der Gegner
bereit ist. Das ist für die rückschlagende Seite kein
Grund, das Spiel unnötig zu verzögern. Ein geübter
Schiedsrichter wird unschwer erkennen, wann ein Spieler
bereit ist, und seine Entscheidung treffen. Es muss in
jedem Falle verhindert werden, dass sich die
rückschlagende Seite auf das Nichtbereitsein beruft,
wenn sie einen geschickten Aufschlag nicht retournieren
kann.)
Im
Doppelspiel können die jeweiligen Partner jede Position
auf dem Feld einnehmen die den gegnerischen Aufschläger
oder Rück-schläger in der Sicht nicht behindert
Einzelspiel
besteht aus Aufschlagende und rückschlagende Seiten
Der Aufschlag wird von den Spielern jeweils vom rechten
Aufschlagfeld ausgeführt und im rechten Aufschlagfeld
zurück-geschlagen, wenn der Aufschläger noch keine
Punkte oder eine gerade Punktzahl in diesem Satz
erreicht hat.
Der Aufschlag wird von den Spielern jeweils vom linken
Aufschlagfeld ausgeführt und im linken Aufschlagfeld
zurückgeschlagen, wenn der Aufschläger in diesem Satz
eine ungerade Punktzahl erreicht hat.
Der Federball wird abwechselnd vom Aufschläger und
Rückschläger geschlagen bis ein Fehler gemacht wird oder
der Federball nicht mehr im Spiel ist.
Punktestände und Aufschlag
Wenn
der Rückschläger einen Fehler macht oder der Federball
nicht mehr im Spiel ist, weil er den Boden innerhalb des
Spielfeldes des Rückschlägers berührt, erzielt der
Aufschläger einen Punkt. Der Aufschläger schlägt dann
wieder auf, nun aber vom anderen Aufschlagfeld.
Wenn
der Aufschläger einen Fehler macht oder der Federball
nicht mehr im Spiel ist, weil er den Boden innerhalb des
Spielfeldes des Aufschlägers berührt, verliert der
Aufschläger das Aufschlagrecht und der Rückschläger wird
zum Aufschläger, wobei kein Spieler einen Punkt erzielt
hat.
Doppelspiel
Zu
Beginn eines Satzes und jedes Mal, wenn eine Seite das
Aufschlagrecht zurückgewinnt, wird der Aufschlag vom
rechten Aufschlagfeld aus ausgeführt
Nur der Rückschläger hat den Aufschlag zurückzuschlagen.
Sollte der Federball den Partner des Rückschlägers
berühren oder von diesem geschlagen werden, ist es ein,
Fehler und die aufschlagende Seite gewinnt einen Punkt.
Nachdem der Aufschlag zurückgeschlagen ist, kann ein
Spieler den Federball von jeder Position auf seiner
Spielfeldseite aus schlagen.
Wenn die rückschlagende Seite einen Fehler macht oder
der Federball nicht mehr im Spiel ist, weil er den Boden
innerhalb des Spielfeldes der rückschlagende Seite
berührt, erzielt die Aufschlagseite einen Punkt und der
Aufschläger schlägt erneut auf.
Wenn die Aufschlagseite einen Fehler macht oder der
Federball nicht mehr im Spiel ist, weil er den Boden
innerhalb des Spielfeldes der Aufschlagseite berührt,
verliert der Aufschläger das Recht, den Aufschlag
weiterhin auszuführen, wobei keine der Seiten einen
Punkt erzielt.
Der Spieler, der zu Beginn eines Satzes aufschlägt,
führt den Aufschlag vom rechten Aufschlagfeld aus oder
schlägt den Aufschlag im rechten Aufschlagfeld zurück,
wenn die Seite dieses Spielers keine Punkte oder eine
gerade Punktzahl in diesem Satz erreicht hat; bei einer
ungeraden Punktzahl gilt für ihn das linke
Aufschlagfeld.
Der Spieler, der zu Beginn eines Satzes den Aufschlag
zurückschlägt, schlägt den Aufschlag im rechten
Aufschlagfeld zurück oder führt den Aufschlag vom
rechten Aufschlagfeld aus, wenn diese Seite noch keine
Punkte oder eine gerade Punktzahl in diesem Satz
erreicht hat; bei einer ungeraden Punktzahl gilt für ihn
das linke Aufschlagfeld.
(Für die jeweiligen Partner gilt das umgekehrte Schema)
Der
Aufschlag muss bei jeder Aufschlagfolge von einem
anderen Aufschlagfeld ausgeführt werden
In
jedem Satz geht das Aufschlagrecht hintereinander vom
ersten Aufschläger zum ersten Rückschlager über, sodann
zum Partner des Rückschlägers Anschließend wechselt das
Aufschlagrecht wieder zur Gegenseite zu dem Spieler der
an der Reihe ist, vom jeweiligen rechten Aufschlagfeld
aus aufzuschlagen dann wiederum zu dessen Partner, usw.
Kein
Spieler darf außerhalb der Reihenfolge den Aufschlag
ausführen, außerhalb der Reihenfolge den Aufschlag
zurückschlagen oder im gleichen Satz zweimal
hintereinander den Aufschlag zurückschlagen, mit
Ausnahme wie in den Regeln 12 und 14 festgelegt.
In
einem Doppelspiel hat die Seite, die das erste
Aufschlagrecht erworben hat, bei Beginn eines Satzes nur
ein Aufschlagrecht (das Aufschlagrecht kann durch die
Wahl oder durch den Satzgewinn erworben werden). Das
Aufschlagrecht geht verloren, wenn diese Seite den
ersten Fehler gemacht hat.
Es
ist zu bemerken, dass jede Seite bei der Durchführung
des Aufschlages so zu stehen hat, wie es sich aus ihrem
Punktergebnis ergibt. So hat z.B. der Spieler, der den
ersten Aufschlag ausführt (grundsätzlich aus dem rechten
Aufschlagfeld), immer den Aufschlag im rechten Feld
auszuführen bzw. zurückzuschlagen, wenn seine Seite ein
gerades Punktergebnis erreicht hat (2,4,6,8 usw.). Der
Partner hat entgegengesetzt zu verfahren.
Erwirbt aufgrund des Spielverlaufs eine Seite das
Aufschlagrecht, so beginnt der Spieler, der dem
Punktergebnis entsprechend im rechten Feld zu stehen
hat, mit dem Aufschlag. Ist es zufällig der Partner des
Spielers, der den ersten Aufschlag des Satzes
zurückschlug oder ausführte, so beginnt er mit dem
ersten Aufschlag. Im Spielverlauf kann jeder Spieler den
Ball schlagen. Es muss keineswegs abwechselnd geschlagen
oder eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden. Die
Spieler sind nicht an die innerhalb des Spielfeldes
bestehende Markierung gebunden.
Nachdem der erste Aufschlag ausgeführt ist, schlägt der
Spieler solange auf, bis seine Seite einen Fehler
gemacht hat. Nach jedem Punktgewinn ist das
Aufschlagfeld zu wechseln; es ist also einmal vom
rechten und das andere Mal vom linken Aufschlagfeld
aufzuschlagen. Wird das Aufschlagrecht im Laufe des
Satzes erworben, dann hat auch der Partner, nachdem die
aufschlagende Seite einen Fehler gemacht hat, so lange
das Aufschlagrecht, bis ein zweiter Fehler von ihr
begangen wird.
Verwechslung des Aufschlagfeldes
Wenn
eine Verwechslung des Aufschlagfeldes nicht korrigiert
wird, wird das Spiel in diesem Satz fortgesetzt, ohne
dass die neuen Aufschlagfelder der Spieler geändert
werden. Ebenso wird die neue Aufschlagreihenfolge nicht
geändert.
Fehler
wenn
ein Aufschlag nicht korrekt ist
wenn der im Spiel befindliche Federball:
- außerhalb der Begrenzungslinien des Spielfeldes den
Boden berührt (also nicht auf oder innerhalb der
Begrenzungslinien)
- durch das Netz oder unter dem Netz hindurch fliegt
- das Netz nicht passiert
- das Dach, die Decke oder Seitenwände berührt
- einen Spieler oder die Kleidung eines Spielers berührt
- irgendeinen anderen Gegenstand oder eine andere Person
außerhalb der unmittelbaren Spielfeldbegrenzungen
berührt
wenn
im Spiel sich der Anfangsberührungspunkt mit dem
Federball nicht auf der Spielfeldseite des Schlagenden
befindet (Der Schlagende darf jedoch im Verlauf eines
Schlages mit seinem Schläger dem Federball über das Netz
folgen)
wenn
ein Spieler, während der Ball im Spiel ist:
- das Netz oder dessen Haltevorrichtung mit dem
Schläger, seinem Körper oder seiner Bekleidung berührt
- wenn ein Spieler mit dem Schläger oder seinem Körper
über dem Netz in das gegnerische Spielfeld eindringt
- wenn der Spieler mit dem Schläger oder seinem Körper
unter dem Netz in das gegnerische Spielfeld eindringt
und der Gegner dadurch behindert oder abgelenkt ist,
- den Gegner daran hindert, d. h. verhindert, einen
zulässigen Schlag auszuführen der dem Federball über das
Netz folgt
- wenn ein Spieler während des Spiels seinen Gegner
vorsätzlich durch irgendwelche Handlungen wie Rufen oder
Gebärden ablenkt
wenn
der im Spiel befindliche Federball:
- vom Schläger aufgefangen und festgehalten wird und
dann während der Ausführung des Schlages geschleudert
wird.
- vom selben Spieler zweimal hintereinander mit zwei
Schlägen geschlagen wird.
- von einem Spieler und dessen Partner hintereinander
geschlagen wird.
- den Schläger eines Spielers berührt und seinen Flug
fortsetzt in Richtung auf das hintere Ende dieser
Spielfeldseite.
wenn
beim Aufschlag der Federball sich derart auf dem Netz
verfängt dass er auf der Oberkante hängen bleibt, oder
beim Aufschlag nach Überfliegen des Netzes im Netz
hängen bleibt.
Federball nicht im Spiel
Ein
Federball ist nicht mehr im Spiel, wenn:
- er das Netz berührt und dort verbleibt oder an der
Netzoberkante hängen bleibt.
- er das Netz oder den Pfosten berührt und dann beginnt,
auf der Netzseite Spielers der den Schlag ausgeführt
hat, auf den Boden des Spielfeldes zurückzufallen.
- er den Boden des Spielfeldes berührt.
- der Tatbestand eines Fehlers oder einer Wiederholung
vorliegt.
Schiedsrichter entscheidet, ob der Ball im „Spiel“
bleibt.
Infos:
www.badmintonverband.de
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